Internationaler Philatelistenverein von 1877 Dresden e.V.
Ältester Briefmarkensammlerverein Deutschlands


Auslandskarte von Helgoland nach Berlin

(vorgestellt von Thomas Wünsche, IPV)

Die abgebildete Ganzsachenkarte für den Auslandsverkehr (FOREIGN POST CARD) wurde im August 1887 von der Insel Helgoland nach Berlin befördert. Von der Insel gelangte sie per Schiff nach Cuxhaven. Dort wurde die bis dahin unentwertete Karte aus dem Schiffsbriefkasten entnommen und mit dem Kastenstempel "Aus Helgoland über Cuxhaven" versehen. Vermutlich ging es anschließend mir der Bahn weiter. Beim Umladen in Harburg am Nachmittag (8-10N) des 30.08.1887 bekam die Karte noch einen Transitstempel (K1).


Vorderseite der Ganzsache



Wieso aber eine Auslandskarte? Helgoland war bis 1890 eine britische Kronkolonie. Mit dem "Vertrag zwischen Deutschland und England über die Kolonien und Helgoland vom 1. Juli 1890" („Helgoland-Sansibar-Vertrag“) verzichtete Deutschland auf jegliche Ansprüche auf die Insel Sansibar. Im Gegenzug übertrug Großbritannien Helgoland an das Deutsche Reich. Oft wird wird dabei von einem Tauch der beiden Inseln gesprochen, was jedoch den rechtlichen Grundlagen dieses Vertrags in keiner Weise entspricht.



Rückseite der Ganzsache



                                                                                                                                                                                      
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